Weil sie lügt
Thriller | Von Glauser-Preisträgerin Caroline Seibt
Zwei Schwestern – eine Wahrheit, die alles zerreißt
»Weil sie lügt« – ein Psychothriller voller Twists und atemberaubender Wendungen von Glauser‑Preisträgerin Caroline Seibt. Nervenkitzel und emotionale Wucht verdichten sich bis zur letzten Seite.
Juli ist weg.
Die Polizei ist überzeugt, dass sie ermordet wurde. Der Hauptverdächtige: Ausgerechnet ihr eigener Vater. Während die Familie unter den Anschuldigungen zerbricht, versucht Julis jüngere Schwester Anna stark zu sein – für ihre Eltern, die an der Trauer ersticken. Vor allem aber für ihren kleinen Bruder, der noch nicht begreift, dass Juli nie mehr zurückkommen wird. Als die Ermittlungen kurz vor dem Durchbruch stehen, muss Anna sich eingestehen, dass der Albtraum für ihre Familie noch nicht vorbei ist.
Er hat gerade erst angefangen.
Psychologische Spannung zum Mitfiebern
Caroline Seibt ist die preisgekrönte Autorin von »Das gestohlene Kind«. Sie versteht es meisterlich, Spannung aufzubauen, die sich fast bis ins Unerträgliche steigert. Wer die Thriller von Freida McFadden, Vera Buck oder Melanie Raabe liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.
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| Veröffentlichung: | 01.06.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 13,4 cm / 381 g |
| Seiten | 384 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 16.99 |
| Preis AT | EUR 17.50 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-426-56700-5 |
Über die Autorin
Caroline Seibt wurde 1993 in Korbach geboren. Sie ist die preisgekrönte Autorin von »Das gestohlene Kind«. Der Roman wurde mit den Glauserpreis für das beste Debüt ausgezeichnet. Sie versteht es meisterlich, Spannung aufzubauen, die sich fast bis ins Unerträgliche steigert. Wer die Thriller von Freida McFadden, Vera Buck oder Melanie Raabe liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.Diesen Artikel teilen
Zwei Blogbeiträge zu diesem Buch
2 Kommentare zu diesem Buch
Tödliche Lügen
Der Thriller bietet mehrere zunächst undurchschaubare Handlungszweige sowie einige Überraschungen, bis sich langsam herauskristallisiert, was in der Vergangenheit geschah und wer wem was angetan hat. Der Weg zur Auflösung ist spannend konstruiert, potentielle Irrwege beim Miträtseln inklusive. Zudem ist das Schicksal von Annas Familie emotional bewegend geschildert, werden sie doch im Ort von einigen als Mörderfamilie gesehen.Einen gewichtigen Kritikpunkt habe ich leider: Wiederholt wurden Indizien von den Ermittelnden nicht neutral gewertet bzw. ausreichend hinterfragt, sondern bequem so interpretiert, dass sie zu einem bestehenden Verdacht passten. Ich hoffe sehr, das ist nur aus dramaturgischen Gründen dem Roman geschuldet und keine gängige Vorgehensweise bei Kriminaluntersuchungen. Gestört hat es mich beim Lesen trotzdem.
Der Thriller ist größtenteils gut konstruiert und bietet bis zum Ende einen hohen Spannungsbogen und viel Potential zum Miträtseln.
Hätte wirklich gut sein können
Seit über einem Jahr ist Juliane Brunner spurlos verschwunden, die Polizei hat schließlich ihren Vater in Untersuchungshaft genommen, ohne aber wirklich etwas gegen ihn in der Hand zu haben. Jetzt meldet sich ein Mithäftling und behauptet, Stefan Brunner hätte ihm gegenüber die Tat gestanden.Anna Brunner, Julianes jüngere Schwester, hat nie geglaubt, dass ihr Vater etwas mit Julianes Verschwinden zu tun hat, sie stellt selbst Theorien auf und ermittelt auf eigene Faust. Ohne den Vater ist die Familie in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die psychisch kranke Mutter wird zunehmend instabiler, Leon, das Nesthäkchen der Familie leidet und Anna versucht so gut es geht alles zusammenzuhalten.
Erzählt wird der Thriller aus zwei Perspektiven in Ich-Form. Eine davon ist Anna Brunner, die andere Katharina Engels, die die Ermittlungen leitet. Sie fühlt sich dabei nicht ganz wohl, denn zunächst war ihr Kollege Mark Faber der Ermittlungsleiter, der nun in ihrem Team ist. Über Katharina erfährt man mehr über die Ermittlungen und deren Ergebnisse, während man Anna im familiären Bereich begleitet, aber auch an ihren Überlegungen und Handlungen teilhat, die dem Auffinden ihrer Schwester und des Schuldigen an ihrem Verschwinden dienen sollen. Der Polizei gegenüber ist sie stark misstrauisch.
Nach und nach erfährt man was vorher passiert ist, dabei gibt es auch Überraschungen. Aber auch die aktuellen Ermittlungen enthüllen Unerwartetes. Die Auflösung kommt für mich dann doch etwas zu abrupt und wirkt auf mich ein wenig zu sehr wie aus dem Hut gezaubert. Das hätte ich mir anders gewünscht, aber auch schon vorher fand ich nicht alles eindeutig und gänzlich nachvollziehbar. Das hat mir am Ende den bis dahin als sehr spannend empfundenen Roman doch noch ein Stück weit verleidet.
Katharina und Anna waren für mich beide keine wirklichen Sympathieträger. Natürlich konnte ich mir Anna mitfühlen, sie hat es wahrlich nicht leicht. Ihr Leben war schon vor dem Verschwinden der Schwester schwierig durch die Mutter mit ihren „Gewittern“ im Kopf, wie es hier beschrieben wird. Wie sich das auswirken kann, erfährt man in einer Szene mit dem kleinen Bruder. Da Anna aber schon länger kein Kind mehr ist, habe ich mich schon gefragt, warum sie, oder in früheren Zeiten ihr Vater oder ihre Schwester, keine zweckmäßigen Maßnahmen dagegen in die Weg leiteten.
„Weil sie lügt“ ist in weiten Teilen ein spannender Thriller, der stellenweise fast Pageturnerqualität hat. Leider konnte mich vor allem die Auflösung nicht überzeugen, was mir den Roman dann doch ein Stück weit verleidet hat. Gerade in diesem Genre ist ein überzeugendes Ende wichtig, so dass ich nicht mehr als 3 Sterne vergeben möchte.
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Bewerbungsfrist bis zum: 19.09.2026
